Persönlich gesehen: Tim Feßler & Optik Oberländer

Erstveröffentlicht in der Frühjahr/Sommer-Ausgabe 2026

Fünf Menschen, fünf Perspektiven, fünf Begegnungen. In persönlichen Gesprächen erzählen sie von ihrem Leben, ihren Entscheidungen und davon, was eine Brille für sie bedeutet. Zwischen Nutzen, Stil und Identität entsteht ein sehr individueller Blick auf das Sehen – und auf das, was uns ausmacht.

Dienstagvormittag in Köln. Als wir das Geschäft von Optik Oberländer in der Ehrenstraße betreten, ist es noch ruhig. Keine Kundschaft, keine Hektik. Nur das hell erstrahlte Geschäft und ein leises Summen im Hintergrund sind zu hören – und Tim Feßler, der uns bereits erwartet. Tim ist 31 Jahre alt, gebürtiger Österreicher, von Beruf Augenoptikermeister und Optometrist, außerdem Yogalehrer und angehender Betriebswirt. Während er erzählt, wird schnell klar: Ihm geht es weniger um Titel als um Balance.

Zwischen Handwerk, Beratung, Rückzug und Bewegung sucht er seinen eigenen Rhythmus. Er studiert aktuell berufsbegleitend Betriebswirtschaft an der Handwerkskammer in Köln. Abends, nach der Arbeit. „Man weiß ja, wofür man es macht“, sagt er und lächelt kurz. Nicht, um mit Zahlen zu jonglieren, sondern um Ideen Struktur zu geben. „Eine Idee allein nützt nichts. Man braucht ein bisschen mehr dazu.“ Dieser Anspruch, Dinge ganzheitlich zu denken, zieht sich durch alles, was er tut. Nach Köln kam er ursprünglich wegen der Meisterschule. Danach blieb er. Wegen der Menschen, der Offenheit, der Stadt. „Wenn man nicht alles bis ins Detail plant, kommt das Leben dazwischen“, meint er. Köln sei herzlich, direkt und lebenswert – Gründe genug, zu bleiben.

Angela Mrositzki

Tim ist vielseitig interessiert und arbeitet leidenschaftlich als Augenoptikermeister und Optometrist. Bei Optik Oberländer (Ehrenstraße 71a und Pfeilstraße 52) finden Kunden seit 1966 große Marken wie Chanel oder Christian Dior, aber auch ausgewählte Manufakturen wie Andy Wolf.

„Meine Brille fühlt sich einfach stimmig an. Ich fühle mich wohl damit und denke im Alltag kaum darüber nach, weil sie perfekt zu mir passt.“

Was ihn antreibt, beschreibt Tim als das Streben nach dem Optimum. Dabei geht es ihm nicht um Leistung, sondern um eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Potenzial. Die Optik bietet ihm dafür viele Facetten: Handwerk, Mode, Beratung und die Nähe zu Menschen. Yoga bildet den Gegenpol. „Da sitze ich auf meiner Matte und bin wirklich für mich.“ Es ist der Moment, in dem er Energie für alles sammelt. Auch seine Einstellung zum Stil ist von dieser Haltung geprägt. Trends spielen für ihn kaum eine Rolle. „In erster Linie geht es darum, sich wohlzufühlen“, sagt er. Seine Brille ist dabei beides: Statement und Begleiter. „Ich brauche sie zum Sehen“, sagt Tim. „Aber man kann gut sehen und gut aussehen kombinieren.“ Er besitzt sieben Modelle, die er alle nutzt und die zu seinem Stil passen. Die Auswahl am Morgen ist unkompliziert. „Ich greife einfach eine. Sie passen alle zu meinem Kleidungsstil.“

Vor allem gibt ihm seine Brille Sicherheit. „Ich denke gar nicht darüber nach, wenn ich sie aufsetze“, sagt er. Sie sitzt, fügt sich ein und fühlt sich richtig an. Kein Kontrollblick im Spiegel, kein Zweifel. „Das ist dieses stimmige Gefühl.“

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