Brillenshooting im Deutschen Edelsteinmuseum

Erstveröffentlicht in der Herbst/Winter-Ausgabe 2026/27

Was macht Schönheit aus? Außergewöhnliche Materialien, meisterhaftes Handwerk, das Spiel mit Licht – und der Blick für das Besondere. Für unsere Fotostrecke begegnen ausgewählte Brillenfassungen faszinierenden Edelsteinen aus dem Deutschen Edelsteinmuseum Idar-Oberstein. Ein Zusammenspiel voller Glanz, Farbe und überraschender Perspektiven.

VOM GLÜCK, DAS SCHÖNE ZU ENTDECKEN

Es braucht den richtigen Blick, damit Schönheit sichtbar wird. Das gilt für eine besondere Brille ebenso wie für einen Edelstein. Zum Abschluss unserer Fotostrecke „Die Welt des Schönen“ besuchen wir deshalb den Ort, der uns dafür seine Schätze geöffnet hat: das Deutsche Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein.

Manche Schönheit zeigt sich sofort. Andere will entdeckt werden. Ein unscheinbares Stück Gestein kann im Inneren Farben, Strukturen und eine Brillanz verbergen, die erst durch einen gekonnten Schli zum Vorschein kommen. Was es dafür braucht? Erfahrung und Präzision, ein Gefühl für Material und Proportion – und die Vorstellung davon, was daraus werden könnte.

I-SPAX BY IMAGO EYEWEAR. Versteinertes Holz neben Statement-Looks: Transparente Acetatfassungen mit sanften Farbverläufen sorgen für einen modernen, leichten Look. Facettierte Konturen rund um die Gläser und fein verzierte Elemente in den Bügeln setzen zusätzliche Akzente. „Sharpay II“ (oben) und „Sharpay“ (unten) greifen den Oversize-Trend auf und wirken dabei feminin und elegant. „Gabriella II“ (Mitte) zeigt sich etwas markanter und macht die Brille zum selbstbewussten Blickfang. www.imago-eyewear.de
FLAIR. Selenit trifft modernen Luxus: Die neuen Flair-Modelle setzen auf feine Details und eine besonders leichte Optik. „Flair 2023“ (unten) greift die Formensprache des Art déco auf. Der reduzierte Bügel unterstreicht den eleganten Look. Die randlose „Flair 9148“ (oben) gehört zur Art-Couture-Kollektion und zeigt aufwendig gearbeitete Lackdetails in harmonisch abgestimmten Farben. So entstehen zwei feminine Brillen mit eigenständigem Charakter. www.flair.de
LUUNA BY ULLI MAHLER. Chrysopras (grün) und Andenopal (rosa) treffen auf einen Hauch Magie: „Abracadabra“ (oben), „Hypnotic Tango“ (Mitte), und „Dolce Vita“ (unten) aus der neuen Luuna-Kollektion von Ulli Mahler spielen mit ungewöhnlichen Linien, die im Gesicht dennoch harmonisch wirken. Transluzentes Bio-Azetat verleiht den Fassungen je nach Lichteinfall immer neue Farbnuancen. Drei ausdrucksstarke Brillen, die Farbe, Form und feminine Eleganz verbinden. www.ullimahler.de
LUNOR. Citrin Understatement mit Charakter: Die Fassung „A11, Mod. 462“ (oben) zeigt sich mit großzügiger Form und lebendiger Farbe, während die „A 12, Mod. 512“ (Mitte) historisch inspirierte Formen mit feinem Retrocharme verbindet. Auf Reduktion setzt das Titan-Modell „M9, Mod. 10“ (unten): Made in Japan. Was alle drei verbindet, ist der bewusste Verzicht auf vordergründige Effekte. Sie stellen damit die Persönlichkeit ihrer Träger in den Mittelpunkt. www.lunor.com
MINADI OCCHIALI. Sandrosen vereint mit Titan: MINADI präsentiert in der Herbstkollektion die Modelle „1046“ (oben), „1047“ (unten) und „1048“ (Mitte), die reduzierte Formen mit kunstvoll gestalteten Schmuckbügeln vereinen. Die fein gedrehten Zierelemente dieser Titanlinie sind subtil, aber mit spürbarer Präsenz. Jedes Modell ist in acht sorgfältig abgestimmten Farbvarianten erhältlich. www.minadi.com
SILHOUETTE. Bergkristall - Wie das Licht am Morgen: Die Modelle „Rising Dawn 1627“ (oben) und „2992“ (unten) spielen mit fließenden Farbverläufen und feiner Transparenz. Das leichte High-Tech-Polyamid SPX+ und Bügel aus Titan sorgen dabei für Leichtigkeit, Formbeständigkeit und hohen Tragekomfort. Durchscheinende Details geben den Blick auf die präzise Konstruktion frei und unterstreichen die klare, reduzierte Formensprache. www.silhouette.com
CONQUISTADOR BY MARWITZ. Achat und Jaspis in schönen Farben: Die aktuellen Modelle verbinden transparente Kunststofffassungen mit filigranen Metallbügeln. „TR 11“ (oben) zeigt sich eckig in Khaki, „TR 12“ (Mitte) kombiniert Blau und Rosa in einem matten Farbverlauf. „UL 15“ (unten) setzt mit ihrer femininen Panto-Form und zartem Rosa einen weicheren Akzent. Individuell gestaltete Scharniere und Bügelenden runden bei allen drei Modellen den leichten Look ab. www.conquistador.de
LARS BRILLEN. Onyx trifft auf Leichtigkeit: Die Fassungen „Luna“(oben), „Glatsch“ (Mitte) und „Piz“ (unten) aus der LARS-LACET-Kollektion verbinden hohen Tragekomfort mit einer modernen, klaren Optik. Gefertigt aus Polyamid, setzen fein geschliffene, leicht transparente Ringe charaktervolle Akzente. Ein schraubenloses Click-in-Scharnier und die matte Oberfläche unterstreichen die reduzierte Formensprache. www.larsbrillen.ch

Im Deutschen Edelsteinmuseum lässt sich diese Verwandlung in beeindruckender Vielfalt erleben. Mehr als 10.000 Exponate auf drei Etagen und rund 800 Quadratmetern erzählen von der Faszination der Edelsteine und von rund 6.000 Jahren Schliff- und Gravierkunst. Rohe Mineralien stehen neben geschliffenen Kostbarkeiten, heimische Achate und Quarze neben Edelsteinen aus aller Welt, historische Arbeiten neben außergewöhnlichen Gravuren, Skulpturen und Schmuckstücken. Dass all das in Idar-Oberstein zu Hause ist, hat eine lange Tradition. Seit rund 500 Jahren prägen Edelsteinschleifer, Graveure und Schmuckgestalter die Region. Aus dem Wissen um die Eigenschaften eines Steins und dem handwerklichen Können, seine Besonderheiten herauszuarbeiten, entwickelte sich eine Kultur, die den Namen der Stadt bis heute international mit der Welt der Edelsteine verbindet.

Den passenden Rahmen für diese Schätze liefert das Museum gleich mit: das „Purpers Schlösschen“, eine denkmalgeschützte Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1894. Stuck, Säulen und historische Details treffen hier auf Farben, Formen und faszinierende Lichtspiele. Im Gewölbekeller setzen wechselnde Sonderausstellungen immer wieder neue Akzente. Vielleicht ist das auch die schönste Verbindung zu den Brillen unserer Fotostrecke. Denn ob Edelstein oder Fassung: Erst das Zusammenspiel von Material, handwerklicher Präzision, Gestaltung und Licht macht aus einem Gegenstand etwas, an dem unser Blick hängen bleibt.

Die kreativen Köpfe hinter der Kamera: Das Fotografenteam Fabian Burgard (links) und Max Bastian, Gründer der BURBAS GmbH.

Fotos: BURBAS GmbH

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