Im Interview: Wer ist eigentlich LARS?

Erstveröffentlicht in der Herbst/Winter-Ausgabe 2026/27

LARS entwickelt und fertigt seine Fassungen in der Schweiz und verfolgt dabei eine klare Idee von Design und Tragekomfort. Vier Fragen an Simon Krähenbühl über Herkunft, Haltung und darüber, was eine echte LARS ausmacht.

Fünf Jahre LARS: Wie erklären Sie jemandem LARS Brillen, der sie noch nicht kennt?

Wir machen Brillen, die nicht einschränken, sondern begleiten. Unsere Fassungen sind leicht, funktional und ergonomisch konsequent entwickelt: kein Rutschen, keine Druckstellen, kein Nachjustieren. Dahinter steckt ein durchdachtes System aus datenbasiert entwickelter Nasenpartie, mikrostrukturierter Oberfläche und unserem patentierten Click-in-Scharnier, das Bewegungen absorbiert und für stabilen Sitz sorgt. Wir glauben an gutes Design, das sich zurücknimmt, und an langlebige Technik, die einfach funktioniert.

LARS Brillen

Simon Krähenbühl ist der Kopf hinter der Schweizer Brillenmarke LARS.

Entwickelt in Bern, gefertigt in der Schweiz, reduziert im Design: Was ist Herkunft, was Haltung?

Für mich ist das klar Haltung. Qualität und ein Produkt, das funktioniert, sind Grundvoraussetzung. Wenn man Produkte
konsequent entwickeln und weiterbringen will, muss man Einfluss nehmen können. Oft sind es die kleinen Details, die den Unterschied machen. Deshalb ist mir der direkte Austausch mit unseren Partnern wichtig, regelmäßig und vor Ort.
Und schließlich geht es um Verantwortung: kurze Wege und lokale Wertschöpfung. Für mich ist das keine Herkunftsromantik, sondern eine bewusste Entscheidung für kurze Wege, direkte Zusammenarbeit und Qualität

Woran erkennt man eine LARS, auch wenn der Name auf der Brille nicht zu sehen wäre?

LARS erkennt man vor allem an der Reduktion. Klare, minimalistische Linien, auf das Wesentliche konzentriert: eine Front, zwei Bügel und vier Stifte. Ein Detail, an dem man LARS gut erkennen kann, ist unser Scharnier. Es kommt ohne zusätzliches Scharnierbauteil aus, weil die Verbindung direkt in Front und Bügel integriert ist. Von oben betrachtet sind die zwei Stifte pro Seite ein klares, aber dezentes Wiedererkennungsmerkmal. Die ergonomische Aussparung wiederum unterstützt das Öffnen und Schließen der Bügel. Bei LARS ist selbst ein kleines Detail nie nur Gestaltung.

Wie wurde aus einem alltäglichen Brillenproblem eine Markenidee?

Ich würde sagen, durch Neugier, Passion und etwas Zufall. Unternehmer zu werden, war nie mein eigentlicher Plan. Mich haben funktionale Produkte, ausgeklügelte Systeme und deren Anmutung schon immer interessiert: Warum funktioniert etwas so, wie es funktioniert? Wie kann man es einfacher, besser oder konsequenter machen? Während meiner Ausbildung zum Design-Ingenieur Innovation wurde mir bewusst, dass ich wahrscheinlich kaum irgendwo die Möglichkeit haben würde, ein eigenes Produkt so umfassend zu beeinflussen – von der Idee über Gestaltung und Entwicklung bis hin zum Kunden. Genau diese Verantwortung hat mich gepackt. Daraus ist LARS entstanden – und das prägt die Marke.

 

Fotos: LARS Brillen

NEXT