BRETT Eyewear aus Lons-le-Saunier: Authenticité

Erstveröffentlicht in der Herbst/Winter-Ausgabe 2026/27

Was verrät eine Brille über das Land, aus dem sie kommt? Wir reisen durch Designkulturen, Städte und Landschaften und entdecken, wie Licht, Handwerk, Erfindergeist und Lebensgefühl zu unverwechselbaren Fassungen werden. Eine besondere Reise – erzählt durch Menschen, Orte und Brillen mit Charakter.

Lons-le-Saunier

Frankreich beginnt nicht erst in Paris. Im Jura-Gebirge, nahe der Schweizer Grenze, zeigt sich das Land von einer stilleren Seite: mit bewaldeten Höhen, Seen, Weinbergen und kleinen Orten, in denen Genuss und Handwerk eng beieinanderliegen. Lons-le-Saunier, die Hauptstadt des Départements, liegt zwischen der Ebene der Bresse und den ersten Höhen des Jura-Gebirges. Salzquellen prägen die Stadt seit Jahrhunderten; heute laden Arkaden, Plätze, Cafés und der weitläufige Park der Thermen zum Flanieren ein. Nur wenige Kilometer entfernt beginnen die Weinberge. Orte wie Château-Chalon und Arbois stehen für eine Genusskultur, die ebenso eigenständig ist wie die Landschaft selbst. Weiter östlich wird das Jura rauer: Wälder, Schluchten und Bergseen bestimmen das Bild. Hier verändert sich auch der Rhythmus – aus sanften Weinbergen wird eine Landschaft, die ursprünglicher und zurückgezogener wirkt. Und immer wieder begegnet man einer Region, in der Natur, Handwerk und französische Lebensart ganz selbstverständlich zusammenfinden. In diesem Umfeld hat auch BRETT Eyewear seinen Sitz – in Lons-le-Saunier, fernab der großen französischen Metropolen.

Adobe Stock/ultramcu

Authentizität statt Nostalgie

Was ist französische Eleganz, wenn man alles Dekorative weglässt? Für BRETT Eyewear liegt die Antwort in der Reduktion: in einer Gestaltung, bei der jede Proportion, jedes Material und jede Oberfläche ihre Berechtigung haben. Eleganz entsteht so nicht durch Schmuck, sondern durch die Balance von Kühnheit und Zurückhaltung, Stärke und Finesse. Dazu kommt eine Welt, die BRETT seit jeher fasziniert: Maschinen, Automobile und technischer Erfindergeist. Legendäre Rennfahrer, Piloten und Filmfiguren der 1960erund 1970er-Jahre stehen dabei für Freiheit, Mut und Leidenschaft – und für die kompromisslose Hingabe an jedes Detail. Doch die Marke blickt nicht nostalgisch zurück. Die Vergangenheit liefert Inspiration, keine Vorlage.

BRETT Eyewear

Das zeigt sich unmittelbar an den Fassungen. Markante Volumen treffen auf feine Linien, mechanische Konstruktion auf visuelle Leichtigkeit, matte auf polierte Oberflächen. Scharniere, Materialien und Details zitieren Technik nicht
als Dekoration, sondern folgen einer Funktion. Dreht man eine Fassung in der Hand, verändert sich ihre Wirkung: Von oben erscheint sie kraftvoll und beinahe mechanisch, frontal schlank und präzise. Gerade dieser Perspektivwechsel bringt die Idee der Marke auf den Punkt. Aus Konstruktion entstehen Stabilität und Leichtigkeit, aus technischer Präzision Komfort. Denn Technologie erreicht für BRETT ihr eigentliches Ziel erst dann, wenn man sie nicht mehr als Technik wahrnimmt – sondern als Gefühl erlebt.

BRETT Eyewear

Drei Fragen an Chefdesigner Maxime Clocher 

Welcher Ort in Frankreich inspiriert Sie immer wieder?
Die Alpen. Ihre Weite rückt die Dinge ins richtige Verhältnis und erinnert mich an den Wert der Einfachheit.

Welcher Schreibtischgegenstand verkörpert Ihre Designphilosophie?
Ein Stück unbehandeltes Titanblech – eine Erinnerung daran, dass gutes Design mit Respekt vor dem Material beginnt.

Welche französische Figur wäre Brett?
Brett Sinclair – obwohl kein Franzose: elegant, kultiviert und stets bereit für ein Abenteuer.

BRETT Eyewear

Fotos & Bilder: Adobe Stock/ultramcu, BRETT Eyewear

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