Silhouette: Die Kunst des Titans

Erstveröffentlicht in der Herbst/Winter-Ausgabe 2026/27

Was haben ein spektakulärer Museumsbau in Bilbao und ultraleichte Eyewear aus Österreich gemeinsam? Mehr als nur Titan. Der Brillenhersteller Silhouette geht eine dreijährige Partnerschaft mit dem Guggenheim Museum ein – und übersetzt mit der Kollektion „Titanium Reframed“ das Spiel von Material, Licht und Bewegung in Eyewear. Wir waren beim Auftakt in Bilbao dabei.

Ein Guggenheim fast für sich allein: Wo sich normalerweise Besucher aus aller Welt durch Frank Gehrys spektakulären Bau bewegen, öffnete das Guggenheim Museum Bilbao seine Türen exklusiv für geladene Gäste von Silhouette. Anlass war der Beginn einer dreijährigen Partnerschaft – und die Präsentation neuer Eyewear.

Oier Rey Delika

Nach einer Privatführung durch das Museum präsentierte Silhouette seine neuen Eyewear-Kollektionen inmitten von Frank Gehrys weltberühmter Architektur.

Der Ort ist dabei weit mehr als eine imposante Kulisse. Seit seiner Eröffnung 1997 prägt Gehrys Bau das Bild Bilbaos und zählt zu den weltweit bekanntesten und bedeutendsten Gebäuden mit Titanverkleidung. Rund 33.000 dünne Titanpaneele überziehen die geschwungene Fassade. Je nach Wetter, Tageszeit und Perspektive verändert sich ihre Wirkung: Mal erscheint die Oberfläche kühl und silbrig, dann wieder warm und golden. Das Gebäude scheint ständig in Bewegung. Genau diese Dynamik faszinierte Silhouette-Designer Roland Keplinger. Denn das Museum lieferte keine Blaupause für eine Brille. „Es geht nicht um ein Zitat der Architektur, sondern um ein Prinzip: Bewegung durch Material und Licht“, erklärt er im Interview. Bei der Kollektion „Titanium Reframed“ übersetzt das Designteam dieses Prinzip in feine Farbverläufe und eine reduzierte, spannungsvolle Linienführung. Zudem werden die Brillen, genau wie Gehrys Bauwerk, schraubenlos montiert. Für Keplinger ist klar: „Architektur und Brillendesign folgen hier denselben Prinzipien, nur in einem anderen Maßstab.“ In beiden gehe es um Proportion, Struktur und Funktion, aber auch darum, wie Formen auf Licht reagieren und wie Konstruktion und Ästhetik zusammenspielen.

Ein Material, das zwei Designwelten verbindet

Dass ausgerechnet Titan diese beiden Welten zusammenbringt, ist kein Zufall. Seit den 1990er Jahren gehört das Metall zu den prägenden Werkstoffen von Silhouette. Mit S-Titanium, einer besonders leichten, elastischen und stabilen Titanlegierung, nutzt die Marke den Werkstoff als Basis für ihre minimalistische und zugleich puristische Designsprache. Die Materialkompetenz ist über Jahrzehnte zu einem wichtigen Teil der Markenidentität geworden. Die Verbindung zum Guggenheim reicht jedoch über Material und Kollektion hinaus. Silhouette will die dreijährige Partnerschaft auch nutzen, um das eigene Markenbild weiterzuentwickeln: Weg von einer rein funktionalen Marke hin zu einer Brand mit einer klaren, unverwechselbaren gestalterischen Haltung.

Silhouette

Titan trifft Titan: Was beim Guggenheim Museum Architektur prägt, wird bei Silhouette zu ultraleichter Eyewear.

Fotos: Silhouette; Oier Rey Delika

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